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Aktuelles aus Europa

Urheberrechtsbericht des Europaparlaments – eine erste Analyse

Am 9. Juli 2015 stimmte das Europaparlament abschließend über den Bericht des Rechtsausschusses über notwendige Reformen des Urheberrechts ab. Eine erste Analyse des Beschlusses von Gerhard Pfennig, Sprecher der Initiative Urheberrecht.

Europaparlament beschließt Bericht zur Evaluation des Urheberrechts

EU-Parlament beschließt Bericht zur Urheberrechtsreform

Das EU-Parlament hat den sogenannten Reda-Bericht zur Reform des europäischen Urheberrechts – allerdings mit vielen Änderungen gegenüber dem Entwurf der Piraten-Abgeordneten mit 445 Stimmen angenommen, bei 65 Gegenstimmen und 32 Enthaltungen angenommen. Mit noch größerer Stimmenzahl wurde die umstrittene Passage zur Panoramafreiheit gestrichen.

TTIP: Forderungen des EU-Parlaments für das Handelsabkommen

Das Europäische Parlament hat eine Entschließung mit seinen Empfehlungen an die EU-Kommission für die Verhandlungen mit den USA über die transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) mit 436 Stimmen bei 241 Gegenstimmen und 32 Enthaltungen angenommen.

Kommentar von Gerhard Pfennig: Wem nützt die Panoramafreiheit?

Die Piratin in der Grünen-Fraktion des Europaparlaments, Julia Reda, hatte auf Anregung ihrer Freunde von Wikimedia in ihrem Berichtsentwurf des Rechtsausschusses des Europäischen Parlaments zum Reformbedarf im Urheberrecht die europaweite Einführung der in einigen Mitgliedsstaaten der EU nicht geltenden „Panoramafreiheit“ vorgeschlagen.

Panoramafreiheit: Änderung durch EU-Parlament möglich

Die öffentliche Debatte um die Panoramafreiheit hat zu Reaktionen im Europäischen Parlament geführt, das am 9. Juli über den sogenannten Reda-Report abstimmen wird: Aus der liberalen Fraktion liegt ein Änderungsantrag vor, die Sozialdemokraten wollen den kritisierten Punkt 46 zur Panoramafreiheit komplett streichen.

Die Debatte um die Panoramafreiheit versachlichen

Die Debatte um die Panoramafreiheit hat in den Medien hohe Wellen geschlagen. Die VG Bild-Kunst, die sowohl Fotografen und Dokumentarfilmer wie auch bildende Künstler vertritt, hat einen Sonder-Newsletter zum Thema herausgegeben, in dem sie den Versuch der Versachlichung dieser Debatte unternimmt. Wir veröffentlichen diese Stellungnahme mit freundlicher Genehmigung der Verwertungsgesellschaft:

Die Debatte um die Panoramafreiheit – ein Versuch der Versachlichung

Panoramafreiheit: Journalistenverbände nehmen Stellung

Für viel Wirbel hat das Thema Panoramafreiheit und der Aufruf von Julia Reda auch unter Bildjournalisten gesorgt. Mehrere Mitgliedsverbände der Initiative Urheberecht haben mittlerweile öffentlich Stellung bezogen. Eine Petition „Save the Freedom of Photography!“ haben mittlerweile mehr als 200.000 Bürger unterzeichnet.

Julia Redas Kampagne "Panoramafreiheit in Gefahr"

Für eine Vielzahl von Medienberichten hat die von der Europa-Abgeordneten Julia Reda gestartete Kampagne „Panoramafreiheit in Gefahr“ gesorgt. Auch Wikipedia Deutschland hat eine „Initiative für die Panoramafreiheit“ gestartet.

ALAI-Kongress: Angemessene Vergütung für Urheber

Angemessene Vergütung für Urheber war Thema des Jahreskongresses der ALAI, einer Vereinigung, mit langer Tradition, in der Urheber mit Wissenschaftlern und Praktikern über mögliche Reformen auf hohem Niveau diskutieren.
Die SAA, ein Zusammenschluss der Verwertungsgesellschaften für audiovisuelle Urheber (Regisseure und Drehbuchautoren) in Europa mit Sitz in Brüssel, hat an der Jahrestagung der ALAI teilgenommen und der Initiative Urheberrecht freundlicherweise erlaubt, ihren Bericht zu veröffentlichen:

Britischer High Court: Keine Privatkopien ohne Urhebervergütung

Der britische High Court of Justice hat die Regelungen der Urheberrechtsreform vom Oktober 2014 als rechtswidrig gewertet, der das Anfertigen von Privatkopien urheberrechtlich geschützter Werke erlaubt, ohne dass Rechteinhaber eine angemessene Entschädigung erhalten.

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