Vergütungsregeln: Mindeststandards für Kinofilm-Regisseure

Nach langwierigen Verhandlungen haben die Allianz Deutscher Produzenten und der Bundesverband Regie (BVR) Gemeinsame unterzeichnet, die Regie-Gagen und Erfolgsbeteiligungen von Regisseuren festlegen. Bisher gab es keine solche speziell für Regisseure und Regisseurinnen geltende kollektivvertragliche Regelung.
Vereinbart wurden nun erstmals mindestens zu zahlende Regie-Gagen, die sich nach Produktionsbudgets staffeln: so muss ein Regisseur für eine Low Budget-Produktion mit 1 Mio. Euro eine Gage von 30.000 Euro erhalten und die Aussicht auf einen Bonus von weiteren 2.500 Euro, wenn sein Film mehr als 200.000 Kinobesucher in Deutschland anzieht. Bei einem Budget von 3 Mio. Euro sind wenigstens 70.000 Euro Gage zu zahlen, und der Escalator-Bonus beträgt 5.000 Euro, wenn 700.000 Zuschauer erreicht werden. Bei 6 Mio. Euro Budget beträgt die Gage mindestens 105.000 Euro, und der Bonus steigt auf 7.000 Euro bei 1 Mio. Zuschauern. Voraussetzung für den Escalator-Bonus ist, dass etwaige Minimum-Garantien und Verleihvorkosten von den Erlösen gedeckt worden sind. „Er wird auf den Erlösbeteiligungsanteil der Regie aus dem Ergänzungstarifvertrag angerechnet, wird jedoch sofort nach Erreichen der entsprechenden Kinozuschauer-Ergebnisse fällig”, heißt es in der BVR-Mitteilung.
„BVR und Produzentenverband wollen diese Gemeinsamen Vergütungsregeln auch als Tarifvertrag abschließen. Es besteht zudem die Absicht, dass der BVR an zukünftigen Tarifverhandlungen über den Ergänzungstarifvertrag Erlösbeteiligung Kinofilm teilnimmt”, teilt die Produzentenallianz mit. Auf ihrer Website wurden auch die Gemeinsamen Vergütungsregeln veröffentlicht.

Gesetzgebung: