GEMA-Joint-Venture für Online-Musik kann starten

Die EU-Kommission hat die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmen zur Lizenzvergabe für Online-Musik der Verwertungsgesellschaften GEMA (Deutschland), PRS for Music (Großbritannien) und STIM (Schweden) genehmigt.
Eigentlich sollte das Joint Venture der drei Verwertungsgesellschaften schon zum Jahresbeginn 2015 starten, doch die EU-Wettbewerbsaufsicht hatte im Januar eine eingehende Untersuchung eingeleitet (siehe News vom 16. Januar 2015). Nach deren Abschluss hat die Europäische Kommission hat die Gründung eines gemeinsamen Lizenz- und Verarbeitungszentrums durch die Verwertungsgesellschaften aus Deutschland, Großbritannien und Schweden am 16. Juni genehmigt, teilt die GEMA mit.
Das Joint Venture ermögliche einen vereinfachten Zugriff digitaler Musikdienste auf Musikrechte sowie die schnellere und genauere Lizenzierung für Musikurheber und Verleger. „Vom Einsatz modernster Systeme und Prozesse zur Datenverarbeitung profitieren mehr als 250.000 Mitglieder der Partnergesellschaften, Rechteinhaber weltweit sowie Anbieter digitaler Musikdienste. Das gemeinsame Lizenz- und Verarbeitungszentrum von GEMA, PRS for Music und STIM vereinfacht die paneuropäische Musiklizenzierung maßgeblich“, heißt es in der Pressemitteilung.
„Das Joint Venture, das wir zusammen mit STIM und PRS for Music seit Jahren intensiv vorbereitet haben, schlägt für die gesamte Rechteverwertungsindustrie ein entscheidendes neues Kapitel auf und ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem europaweiten digitalen Binnenmarkt für Musik,“ erklärte der GEMA-Vorstandsvorsitzende Harald Heker.

Gesetzgebung: