EU-Kommission befragt Urheber online zu Vergütungen

Eine Studie zur Vergütung von Schriftstellern, Journalisten, Autoren von Publikationen in wissenschaftlichen Fachzeitschriften, Übersetzern, Fotografen, Illustratoren und Designern über die Nutzung ihrer Arbeiten führen Europe Economics und das Institut für Informationsrecht der Universität von Amsterdam gegenwärtig im Auftrag der EU-Generaldirektion für Kommunikationsnetze, Inhalte und Technologien (DG Connect) durch.
Angeregt wurde eine solche Studie von mehreren Dachverbänden europäischer Urheberverbände, darunter der Europäischen Journalistenföderation (EJF). Sie bemühen sich seit längerem das Thema Urhebervertragsrecht, also eine angemessene Vergütung und faire Verträge für Urheber und ausübende Künstler, auf die EU-Agenda zu heben. In dem gerade von der EU-Kommission in Brüssel vorgelegten Strategiepapier für einen digitalen Binnenmarkt in Europa wurde dieser Punkt allerdings erneut ausgespart (siehe News vom 6. Mai 2015).
Die neue Studie „umfasst die Untersuchung unterschiedlicher nationaler Vorschriften und Mechanismen zur Gewährleistung der Vergütung von Journalisten für die Nutzung ihrer Arbeiten in einer Auswahl von Mitgliedstaaten. Außerdem gilt zu bestimmen, ob und in welchem Maße sich die existierenden Unterschiede zwischen den jeweiligen Mitgliedsstaaten auf die Höhe des Entgelts auswirken“, heißt es auf Website von EU Survey. Nachdem 2013 Interessenverbände, Gewerkschaften und Verwerter aus mehreren EU-Mitgliedstaaten befragt wurden, wendet sich die bis zum 30. Mai 2015 laufende Online-Befragung direkt an die Betroffenen, also Schriftsteller, Journalisten, Autoren von Publikationen in wissenschaftlichen Fachzeitschriften, Übersetzer, Fotografen, Illustratoren und Designer in zehn Ländern, darunter Deutschland. Die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju in ver.di) hat deshalb alle Betroffenen zur Mitwirkung aufgefordert.
Für die Online-Befragung stehen verschiedene Fragebögen zur Verfügung: