Verbände fordern faire Vergütung für Mediathekennutzung

Gemeinsam haben Verbände der Produzenten, Urheber und ausübenden Künstler eine faire Vergütung in den öffentlich-rechtlichen Mediatheken gefordert. Um dieses Ziel schnellstmöglich zu erreichen, schlagen die Verbände vor, bereits im nächsten Rundfunkänderungsstaatsvertrag einen Etatposten „Lizenzkosten nicht-lineare Verbreitung" verbindlich zu verankern.
„Unvergütete Nutzung von Inhalten in öffentlich-rechtlichen Mediatheken verhindert Wertschöpfung und schwächt die Leistungsfähigkeit der Produzenten, Urheber und ausübenden Künstler entscheidend“, heißt es in der gemeinsamen Erklärung. Derzeit mehrten sich die Stimmen, die eine Ausweitung oder gar komplette Abschaffung der bisherigen 7-Tage-Regelung fordern. „Schon für die bisherige Nutzung der Auftrags- und Koproduktionen in den Mediatheken von ARD und ZDF werden die Produzenten, Urheber und Schauspieler nicht angemessen vergütet. Jede weitere Ausdehnung der zulässigen Verweildauern verschärft dieses Missverhältnis“, erklären AG Animationsfilm, AG DOK, Allianz Deutscher Produzenten – Film & Fernsehen, Bundesverband Regie BVR, Bundesverband Schauspiel BFFS, Deutsche Akademie für Fernsehen, Filmbüro NW, Film und Medienverband NRW, Verband Deutscher Drehbuchautoren VDD sowie Verband Deutscher Filmproduzenten.
Mit jedem Tag, an dem Filme und Serien, Dokumentationen und Unterhaltungsprogramme in öffentlich-rechtlichen Mediatheken kostenlos zugänglich sind, verminderten sich mögliche Einnahmen aus einer Auswertung über kommerzielle Video-on-Demand-Plattformen oder aus DVD-Verkäufen. Eine Wertschöpfung im Online-Bereich werde verhindert und damit die Leistungsfähigkeit der Produzenten, der Urheber und der ausübenden Künstler weiter entscheidend geschwächt.
Um eine angemessene Vergütung von Produzenten und Urhebern schnellstmöglich zu erreichen, schlagen die Verbände vor, bereits im nächsten Rundfunkänderungsstaatsvertrag verbindlich zu verankern, dass für ARD und ZDF ein ausreichender, bisher nicht vorgesehener Etatposten „Lizenzkosten nicht-lineare Verbreitung" geschaffen wird, der bei der KEF anzumelden ist und von dieser anerkannt werden sollte.

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