Europäische Filmbüros: Territoriallizenzen sind notwendig

In einer gemeinsamen Resolution zu den Plänen der Reform des EU-Urheberrechts haben sich die Europäischen Filmagenturen insbesondere für die Beibehaltung der Territoriallizenzen im Film- und Fernsehbereich ausgesprochen.
In ihrem ersten Papier hat der Verband der Direktoren der Europäischen Filmagenturen (European Film Agency Directors) die Pläne und deren Auswirkungen auf die Art und Weise wie Filme und audiovisuelle Werke finanziert und verbreitet werden, analysiert und bewertet. „Als Organisationen, deren Bestimmung es ist, die Schaffung, Produktion und Verbreitung europäischer Werke zu unterstützen, teilen wir voll und ganz das Ziel, die Verbreitung von Werken und deren Verfügbarkeit für eine immer breitere Öffentlichkeit zu fördern, aber wir sind zutiefst besorgt über alle Vorschläge, die eine Finanzierung, von Film- und Fernsehproduktionen gefährden würde“, erklärte Peter Dinges, Präsident der EFADs, in einer Pressemitteilung.
Der aktuelle Rechtsrahmen des Urheberrechts erfülle seinen Zweck. Bei der Vollendung des digitalen Binnenmarkts sei es wichtig, gleiche Wettbewerbsbedingungen und eine Gleichbehandlung aller Akteure zu gewährleisten. „Die Lizenzierung auf einer Gebiet-für-Gebiet-Grundlage ist ein wesentliches Element in dem Mix für Beschaffung von Finanzmitteln für audiovisuelle Produktionen. Es ist auch ein Mittel für eine optimale Verbreitung der Filmwerke, angepasst an die lokalen Zielgruppen“, unterstreicht die EFADs gegenüber Tendenzen in der EU-Urheberrechtsdiskussion, das sogenannte „Geoblocking“ abzuschaffen (siehe auch News vom 13. März 2015)
In der EFADs haben sich die Direktoren der europäischen Filmbüros in 31 Ländern in Europa (EU, Island, Norwegen und die Schweiz) zusammengeschlossen. Aus Deutschland gehört dem Verband die Filmförderungsanstalt (FFA) an.

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