AG DOK: Dossier zum Vergütungsstreit um Mediatheken

Im Streit um die Vergütungen für unabhängige Urheber und Produzenten bei der Nutzung von Dokumentarfilm hat die AG DOK ein Dossier „7 Tage oder ewig" erstellt und an mehr als 500 Rundfunk- und Fernsehräte in ganz Deutschland verschickt.
„Ob 7 Tage, 30 oder 90 wie neuerdings gefordert, das ist in Bezug auf die Mediatheken-Standzeiten aus Sicht der AG DOK eine rein rhetorische Frage“, erklärt deren Vorsitzender Thomas Frickel. „Denn solange die Sender den Urhebern und Produzenten nichts dafür bezahlen, dürften Filme aus Sicht der AG Dokumentarfilm überhaupt nicht in öffentlich-rechtlichen Mediatheken abrufbar sein.“
Weil die breite Öffentlichkeit wie auch die Medienpolitiker meist nicht wüssten, dass die öffentlich-rechtlichen Sender trotz ihrer Milliardeneinnahmen viele Fernsehsendungen nur zum Teil bezahlen, hat die AG DOK eine 16-seitige Broschüre mit Zahlen, Fakten und Hintergründen verschickt, in der „wir die zahlreichen Falschinformationen zu widerlegen suchen, die in Zusammenhang mit der Mediatheken-Nutzung in der Öffentlichkeit kursieren.“
Die Forderung der AG DOK: „Alle Sendungen, die speziell für öffentlich-rechtliche Programme im deutschen Fernsehen produziert werden und die nur dort eine realistische Verwertungsmöglichkeit haben, müssen von den Sendern von vorne herein nach marktüblichen Gesichtspunkten in vollem Umfang – das heißt: zu hundert Prozent – finanziert werden.“ Nur dann könne überhaupt erst über die zusätzliche Nutzung im Internet verhandelt werden. Und auch diese Nutzung könne nicht kostenfrei erfolgen. Bei allen teilfinanzierten Produktionen müssten die Internet-Rechte grundsätzlich bei den Produzenten verbleiben.
Das Dossier „7 Tage oder ewig" wird es in wenigen Tagen auf der Website der AG DOK im Internet abrufbar sein.

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