Leistungsschutzrecht: Google gewährt VG Media Aufschub

Nun erst ab dem 23. Oktober will Google bei Onlineartikeln von Verlagen, die von der VG Media vertreten werden, nur noch die Überschrift in den Suchergebnissen anzeigen.
Ursprünglich hatte Google angekündigt, dass Onlineartikel von Verlagen der VG Media vom 9. Oktober an bei Google News wie auch bei der allgemeinen Google-Suche nur noch mit der Überschrift angezeigt und verlinkt werden (siehe News vom 1. Oktober 2014). „Inzwischen haben uns die in der VG Media organisierten Verlage gebeten, die angekündigte Umstellung etwas zu verschieben. Wir haben diesem Wunsch entsprochen und werden deshalb erst ab 23. Oktober 2014 Snippets und Thumbnails der betreffenden Verlage nicht mehr anzeigen“, heißt es dazu im offiziellen Google Produkt-Blog. Betroffen sind 170 Verleger-Websites in Deutschland, darunter Angebote von Axel Springer, Burda, Funke, Madsack und M. DuMont Schauberg.
Andere große deutsche Anbieter, nämlich T-Online und 1&1 mit seinen Webportalen Web.de und GMX haben die Inhalte von Mitgliedern der VG Media sogar vollständig entfernt (siehe News vom 15. September 2014). Die Verwertungsgesellschaft Media hatte sich im Juni an die „Schiedsstelle des Deutschen Patent- und Markenamtes als erster zivilrechtlicher Instanz” gewandt, um gegen Google die „Zahlung einer angemessenen Vergütung für die Verwertung der Presseleistungsschutzrechte der Verleger” rechtlich durchzusetzen (siehe News vom 18. Juni 2014 ). Danach hatte die VG Media denselben Schritt gegen Yahoo und 1&1 eingeleitet (siehe News vom 2. Juli 2014).

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