Google-Bildersuche: Gespräch brachte kein Ergebnis

Ein Gespräch von Vertretern von Bildverbänden mit Google Germany über die ihre Kritik an der neuen Google-Bildersuche hat kein Ergebnis gebracht.
Google hatte seine überarbeitete Bildersuche Anfang Februar in Deutschland freigeschaltet. Massive Kritik gegen die neue Google-Bildersuche hatten neun Verbände aus dem Bildbereich geübt (siehe News vom 1. März 2017). Sie verletze die Interessen und Rechten von Fotografen, Bildagenturen, Illustratoren und Grafikern. Freelens will wegen der Rechtsverletzung klagen (siehe News vom 31. März 2017).
Die Kritikpunkte waren Thema eines Gesprächs von Fotoverbänden mit Google am 9. Mai, das in der Berliner Niederlassung stattfand. Zugeschaltet aus den USA war auch die Chefin der Google Bildsuche. Die Vertreter der Urheber sparten nicht an Kritik, mehrfach fiel der explizite Vorwurf des geistigen Diebstahls, informiert der DJV.
Von Seiten Googles wurde dabei nur wenig Entgegenkommen signalisiert, heißt es weiter. Man wolle rechtswidriges Verhalten nicht fördern, könne daher überlegen, ob man Aufklärungsmaßnahmen über rechtliche Pflichten treffen müsse. Zudem sei zu überlegen, ob der Hinweis auf das Urheberrecht anders zu fassen sei.
Als nach rund anderthalb Stunden deutlich wurde, dass Google das Gespräch als Einmalveranstaltung im Sinne einer Anhörung einstufen und in diesem Sinne ergebnislos beenden wollte, Die machten die Vertreter der Fotoverbände deutlich, dass eine zweite Runde und Fortsetzung der Gespräche notwendig sei. Ansonsten liefe es auf Klageverfahren hinaus. Daher wurde ein weiterer Termin möglichst innerhalb der kommenden zwei Monate verabredet.

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