Vergütungsregeln: Übersetzer und Verlage einigen sich

Der Verband der Literaturübersetzer (VdÜ in ver.di) und eine Gruppe von Verlagen haben Gemeinsame Vergütungsregeln ausgehandelt.
Nach dem Scheitern der zwei Verfassungsbeschwerden des Hanser Verlags gegen Entscheidungen des Bundesgerichtshofs zur Angemessenheit von Übersetzerhonoraren und das Urhebervertragsrecht (siehe News vom 28. November 2013) hat eine Verhandlungskommission des VdÜ / Bundessparte Übersetzer im VS in ver.di mit einer Gruppe von Verlagen unter Federführung des Hanser Verlags einen Vorschlag für Gemeinsame Vergütungsregeln vereinbart. Das Verhandlungsergebnis wird am 29. März auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des VdÜ zur Abstimmung gestellt und soll einen Tag später auf einer Pressekonferenz vorgestellt werden.
Grundlage der Verhandlungen sei die Überzeugung, miteinander eine Vereinbarung treffen zu können, mit der zwischen den beiderseitigen Interessen sinnvoller ausgeglichen wird als mit Gerichtsurteilen. „Das ist ein Dokument, in dem zwischen den Interessen beider Seiten auf vernünftige Weise vermittelt wird und das geeignet ist, Rechtssicherheit und Branchenfrieden zu schaffen. Wir werden bei unseren Mitgliedern intensiv dafür werben, diese Vergütungsregeln anzunehmen”, bewertete VdÜ-Vorsitzender Hinrich Schmidt-Henkel das Verhandlungsergebnis. Der VdÜ lade weitere Verlage ein, sich anzuschließen.
Bereits 2008 gab es ein Verhandlungsergebnis des VdÜ und einer Reihe von Verlagen, das sogenannte Berliner Modell. Dies wurde von den Mitglieder des VdÜ in einer Mitgliederversammlung am 20. September 2008 mit Zweidrittel-Mehrheit abgelehnt.

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